Wie lange dauern die Raunächte?

Zur Übersicht Christine Fuchs | 21. Oktober 2019

Die Länge der Raunächte ergibt sich aus astronomischen Gründen: Zwischen dem Mond- und Sonnenjahr besteht eine rechnerische Differenz von elf Tagen. Während das Mondjahr nur 354 Tage zählt, hat das Sonnenjahr 365 Tage. Wann genau die Raunächte beginnen ist Auslegungssache und unterscheidet sich je nach Tradition, Region und Mythologie. Die verschiedenen Möglichkeiten sind wohl aus regional unterschiedlichen Bräuchen entstanden. Welcher Zeitraum gewählt wird, ist nicht wichtig. Man sollte sich für denjenigen entscheiden, der einem sinnvoll erscheint und der sich gut fügt.

Die kosmische Zählung des Mondjahres beginnt am 1. Januar und endet am 21. Dezember. Werden die zwölf Raunächte nun addiert, landet man wieder am 1. Januar. Alternativ beginnen die Rautage zwar auch mit der Wintersonnenwende, ziehen sich aber bis zum 6. Januar. Dabei werden die hohen Feiertage nicht mitgezählt. Dazu gehören der 25. Und 26. Dezember sowie der 1. Und 6. Januar.

Richtet man sich nach dem christlichen Kirchenjahr, nimmt man den 25. Dezember als Ausgangsdatum an, wodurch sich die zwölf Heiligen Nächte bis zum 6. Januar ziehen. Alle zwölf Heiligen Nächte werden als zusammenhängend betrachtet. Zählt man die Mutternacht am 24. Dezember dazu, ergeben sich 13 Raunächte, was zum keltischen Brauch von 13 Monden im Jahr passen würde. Andere feiern die Nacht der Mütter, ohne sie als Raunacht anzusehen. In dieser Nacht wird alles Weibliche geehrt. Beginn dieser Zeit ist die Wintersonnenwende am 21. Dezember, an der das Licht von Mutter Erde geboren wird. Es wächst drei Tage lang im Bauch der Mutter heran, bevor es sich der Welt am 25. Dezember zeigt.

Beginnt die erste Raunacht vom 24. auf den 25. Dezember, endet die mystische Zeit am 05. Januar. Der Heilige-Drei-König-Tag bildet den Abschluss. Dieser Tag wird in der Kirche auch „Epiphanias“, was Erscheinung bedeutet, genannt.

Eine andere Möglichkeit, die allerdings nicht sehr verbreitet ist, hat ihren Höhepunkt an der Wintersonnenwende. Die Raunächte werden sechs Tage davor und danach zelebriert.

Eine weitere Variante zählt nur vier Raunächte:

• vom 21. auf den 22. Dezember

• vom 24. auf den 25. Dezember

• vom 31. Dezember auf den 1. Januar

• vom 5. auf den 6. Januar

Diese Nächte gelten in vielen Traditionen als besonders wichtig.

In einer noch kürzeren Version wird sich in je drei Nächten auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft konzentriert. Dazu gehören Weihnachten (24. Dezember), Silvester (31. Dezember) und der 6. Januar.

Egal, wann die Raunächte gefeiert werden, es kommt vor allem darauf an, die Natur wahrzunehmen und sich an ihr zu orientieren. Man sollte sich darauf konzentrieren, diese mystische Zeit zu spüren und sich ihr hinzugeben. Man sollte sich auf die Suche begeben nach Seelenruhe und Besinnung.

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