Rauhnächte – ein h zu viel?

Zur Übersicht Christine Fuchs | 21. Oktober 2019

Wer von den Rauhnächten spricht, sollte auch wissen, was der Name bedeutet. Doch woher kommt die Bezeichnung? Und heißt das nicht eigentlich Raunächte?

Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. „Rauhnächte“ kann einerseits vom mittelhochdeutschen Wort rûch abstammen, was „haarig“ oder „pelzig“ bedeutet und auf die „Rauchware“, also die Pelze, alpiner Perchtengestalten zurückzuführen ist. Die Perchten sind fellbesetzte Dämonen, die als Begleiter Wotans der wilden Jagd in den zwölf heiligen Nächten nachgehen.

Andererseits kann der Begriff auch von den Ritualen dieser Zeit herrühren: dem Ausräuchern der Häuser mit Weihrauch. Dies sollte die Bewohner vor den bösen Geistern schützen. Daher kommt auch die Bezeichnung „Rauchnächte“. Eine dritte Möglichkeit besagt, dass der Name auf die raunenden Tiere zurückzuführen ist. Es heißt, dass Tiere in diesen Nächten sprechen können und sich über die Zukunft sowie die Toten des kommenden Jahres unterhalten.

Rauhnächte mit h war lange die gebräuchlichere Bezeichnung. Bis aus rauh wegen der Rechtschreibreform rau wurde. Wie man es letztendlich schreibt, ist allerdings nicht so wichtig, denn man findet auch heute noch beide Varianten häufig.

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